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Lexikon der Handreichung - weitere Informationen zur Handreichung

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zu den weiteren Materialien der Handreichung



Lexikon

Hier finden Sie das Lexikon der Handreichung mit den im Zusammenhang mit den Familienzentren relevanten Begrifflichkeiten.

Name Beschreibung

 

 

Blauer Elefant

Der „Blaue Elefant“ ist Name und Gütesiegel des Deutschen Kinderschutzbundes für Kinderhäuser, die sich in besonderem Maße für Kinder aus benachteiligten Lebenssituationen einsetzen.
Das Kinderhaus als Kindertagesstätte, aber auch als Ort für verschiedenste Angebote für Kinder im Alter von vier Monaten bis 14 Jahren, soll ein frühes Erkennen von Entwicklungsgefährdungen und Kindesvernachlässigung ermöglichen.

Early Excellence Centres

Die „Early Excellence Centres“ (Großbritannien) verknüpfen eine gezielte Förderung der Kinder mit Angeboten der Unterstützung und Entlastung von Familien. Unter dem Dach von Early Excellence Centres finden sich Angebote frühkindlicher Bildung und Betreuung in Verbindung mit neuen Formen der Zusammenarbeit mit Eltern und Angeboten der Erwachsenenbildung.

ERIK

ERIK (Erziehungshilfe, Rat und Information im Kindergarten) stellt eine präventives, niederschwelliges Kooperationsprojekt der Arbeiterwohlfahrt (Düsseldorf) dar, mit dem Ziel eine bessere Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Erziehungsberatungsstelle zu erreichen.

Faustlos

Faustlos ist ein für Grundschule und Kindergarten entwickeltes Programm, das aggressives Verhalten von Kindern vermindern und ihre sozialen Kompetenzen erhöhen soll. Dies soll durch die Vermittlung alters- bzw. entwicklungs­angemessener Fähigkeiten in den Bereichen Empathie, Impulskontrolle und Umgang mit Ärger/Wut erreicht werden.

FuN

FuN (Familie und Nachbarschaft) ist ein präventiv wirkendes Familienbildungsprogramm zur Förderung der Elternkompetenz. Das Programm richtet sich insbesondere an sozial benachteiligte, bildungsungewohnte Familien, welche persönlich eingeladen und zur Teilnahme motiviert werden.

FuN-Baby

FuN-Baby basiert auf dem FuN-Konzept, stellt aber eine abgewandelte Form speziell für benachteiligte junge Mütter mit Säuglingen bis 18 Monaten dar.

Herner Materialien

Bei den „Herner Materialien zum Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern in Kindertageseinrichtungen“ handelt es sich um ein Instrument zur Erkennung und Bearbeitung von Verhaltensauffälligkeiten von Kindern im Vorschulalter. Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen hat diese Materialien gefördert und allen Fami­lienzentren des Landes zur Verfügung gestellt. Für Erzieherinnen und Erzieher bietet das Handbuch Arbeitshilfen für den Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern und sensibilisiert für eine frühe Wahrnehmung von Signalen, die auf eine Gefährdung eines Kindes hindeuten können.
Das Handbuch enthält u. a. Anhaltspunkte und Checklisten zur Beobachtung und Einschätzung kindlichen Verhaltens, Hinweise zur pädagogischen Intervention, zur Einbeziehung der Eltern und externer Fachdienste sowie Konzepte für Schulungen. Die Herner Materialien sind ein Ergebnis des Modellprojekts „Soziale Frühwarnsysteme in Nordrhein-Westfalen“, bei dem in den Jahren 2001 bis 2004 alle Herner Kindertagesstätten mitgearbeitet haben. Weitere Informationen finden Sie hier.

HIPPY

HIPPY (Home Instruction Program for Pre-school ­Youngsters) ist ein Förderprogramm für Kinder mit erzieherischen Entwicklungsrisiken und familiären Problemlagen, insbesondere für Familien mit Zuwanderungshintergrund. Ziel ist einmal die verbesserte Schulvorbereitung durch vorschulische Sprachförderung und zum anderen die Förderung elterlicher Erziehungskompetenz. Besonderes Kennzeichen des Förderprogramms ist der Einbezug der Eltern sowie das Lernen in vertrauter, häuslicher Umgebung.

Hokus und Lotus

Das Hokus und Lotus Konzept wurde ursprünglich für das Erlernen einer Fremdsprache im frühen Kindesalter entwickelt. Für den Kindergarten wurde ein abgewandeltes Modell konzipiert, mit dem Kinder aus Zuwandererfamilien Deutsch als Zweitsprache erlernen können. Die Vermittlung der Inhalte erfolgt spielerisch-nachahmend durch Tanz, Gesang und pantomimische Elemente. Dauer und Intensität der Übungseinheiten können individuell auf die jeweilige Einrichtung/Zielgruppe abgestimmt werden.

HOT

HOT – das Haushaltsorganisationstraining wurde im Rahmen eines Bundesmodellprojektes vom Deutschen Caritasverband entwickelt und soll Familien mit Kindern in mehrfach belasteten Familiensituationen befähigen, die Versorgung ihrer Kinder und die Organisation ihres Haushalts eigenständig zu bewältigen. Es konzentriert sich in erster Linie auf die Erziehungs- und Beziehungsfunktionen von Familien und soll durch die Vermittlung von alltagspraktischen Kompetenzen die Selbsthilfekräfte von Familien stärken und einen Beitrag zur Elternbildung und Armutsprävention leisten.

Judy-Centers (USA)

Die Judy-Centers bieten eine umfangreiche wie auch ganzheitliche Ganztags- und Ganzjahresbetreuung an. Dieser Auftrag erfordert die Entwicklung von gemeinschaftlichen Programmen und Ansätzen, die die soziale und emotionale Entwicklung der Kinder unterstützend begleiten und sowohl die Bereiche Sprache und Literatur, kognitives und universales Wissen sowie bestimmte Lernmethodiken umfassen, als auch das physische Wohlbefinden und die motorischen Fähigkeiten fördern sollen. Die Fähigkeit von Familien zur Begleitung des frühen Lernens ihrer Kinder soll zudem gestärkt werden.

Kinderstube

Die Kinderlachen-Kinderstuben stellen ein wohnortnahes Konzept zur Förderung benachteiligter Kinder in der Dortmunder Nordstadt dar. In den derzeit drei Kinderstuben, die aus einem  Kooperationsprojekt des Jugendamtes Dortmund, dem städtischen Kita - Eigenbetrieb FABIDO und dem Verein Kinderlachen e.V. hervor gegangen sind, betreuen Tagesmütter je drei Kinder ab zwei Jahren unmittelbar in ihrem Wohnumfeld. Neben dem gezielten Betreuungsangebot in Wohnungen der Dortmunder Nordstadt bieten die Kinderstuben auch am Nachmittag ein Angebot für Eltern und Kinder.

LOTT-JONN!

Mit dem Projekt „LOTT-JONN!“ sollen Kindergärten im Kreis Mettmann dabei unterstützt werden, die Bewegungsförderung noch mehr als bisher in den Kindergarten­alltag zu integrieren.
Den Erzieherinnen und Erziehern werden dabei Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, den Bewegungsbedürfnissen von Kindern über ein verstärktes Angebot von Bewegungsspielen oder auch durch eine Umgestaltung von Räumen gerecht zu werden.

Marte Meo

Bei dem Marte Meo-Programm handelt es sich um eine videogestützte Methode zur Früherkennung und Behebung von Entwicklungsrisiken bei Kindern. Leitgedanke ist hierbei, dass Eltern über ein breites Repertoire an intuitiven Verhaltensweisen verfügen, die es ihnen ermöglichen, die Entwicklung des Kindes positiv zu beeinflussen. Durch das frühzeitige Erkennen und Behandeln von Auffälligkeiten soll riskanten Entwicklungen frühzeitig entgegengewirkt werden. Einsatzort der Methode ist die Kindertageseinrichtung als erste Sozialisationsinstanz des Kindes außerhalb der Familie.

Mehrgenerationenhäuser

Als Reaktion auf den demografischen Wandel und die Veränderung von Familienstrukturen entwickelte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Idee der Mehrgenerationenhäuser. Diese haben zum Ziel, neue Strukturen zu schaffen, die private und freiwillige Initiativen unterstützen und sie klug mit staatlichen Leistungen verbinden. Dabei sollen die Vorteile und Leistungen und damit das Potenzial von familiären und nachbarschaftlichen Netzwerken bewahrt, gestärkt und in eine moderne Form übertragen werden. Mehrgenera­tionenhäuser sind Orte, an denen das Prinzip der Großfamilie in moderner Form gelebt werden kann, wo sich Menschen aller Generationen ganz selbstverständlich im Alltag begegnen, voneinander lernen und Unterstützung erfahren. Sie bieten die Möglichkeit zur vielfältigen Interaktion von Menschen verschiedenen Alters und zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen bürgerschaftlich Engagierten und professionellen Kräften. Schließlich tragen sie dazu bei, der Isolation der verschiedenen Altersgruppen entgegen zu wirken und fördern die Toleranz und das Verständnis zwischen den Generationen. Ziel ist der bundesweit flächendeckende Ausbau von Mehrgenerationenhäusern:1.700 Einrichtungen haben sich deutschlandweit um die Aufnahme in das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser beworben. Insgesamt gibt es heute (August 2008) 500 Mehrgenerationenhäuser - davon 60 (=12%) in Nordrhein-Westfalen, 91 (18,2%) in Bayern.
Jedes Mehrgenerationenhaus soll im Laufe des Entwicklungsprozesses seine eigene Philosophie entwickeln. Einige Elemente muss jedoch jedes Mehrgenerationenhaus verbindlich vorhalten. Solche gemeinsamen Kennzeichen sind unter anderem: Integration der vier Lebensalter (Kinder/Jugendliche, Erwachsene, Menschen über 50 und Hochbetagte), Informations- und Dienstleistungsdrehscheibe vor Ort, Generationenübergreifende Angebote, Kinderbetreuung, Einbeziehen der lokalen Wirtschaft und Kooperationen mit vorhandenen Angeboten und Trägern, Offener Tagestreff mit Cafeteria/Bistro, Neue Wege der Zusammenarbeit. Nicht alle Leistungen müssen von der Einrichtung selbst erbracht werden, vielmehr sollen Kooperationsbeziehungen aufgebaut und ehrenamtliches Engagement unterstützt werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.mehrgenerationenhaeuser.de

Minimax

Bei „Minimax“ handelt es sich um eine Kindertagesstätte, die ein besonders umfassendes und flexibles Angebot der Kindertagesbetreuung und verschiedene zusätzliche Serviceleistungen für berufstätige Eltern anbietet.
Dies geschieht in Zusammenarbeit mit örtlichen Firmen, die sich an der Finanzierung der Betreuung beteiligen, indem sie Betreuungsplätze für ihre Angestellten „kaufen“ und so ein Angebot ermöglichen, das über die Leistungen regulärer Tageseinrichtungen weit hinausgeht und Anreize für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf schafft.
Das Angebot richtet sich insbesondere an die Angestellten der beteiligten Firmen. In der Regel sind dies höher qualifizierte Fachkräfte, die über das Betreuungsangebot die Möglichkeit haben, auch während der Elternzeit im Beruf zu verbleiben.

Mütterzentren

Mütterzentren sind ortsnahe Treffpunkte, die Frauen nach der Geburt eines Kindes Möglichkeiten zu Kontakt und Austausch bieten und so die Lebensqualität von Müttern während der Familienphase erhöhen können. Mütterzentren sind Institutionen der Familienselbsthilfe: alle Angebote werden von den Müttern selbst organisiert und durchgeführt.

NEUVOLA

Der finnische Begriff NEUVOLA bedeutet so viel wie Mütter- oder Kinderberatungsstelle. Das „Neuvola-System“, ein für werdende Mütter (und Väter) kostenfreies Beratungsnetzwerk, existiert in Finnland seit 1944. Für Städte und Kommunen ist diese kommunale Dienstleitung seither gesetzlich vorgeschrieben. Es umfasst eine kostenlose Schwangerschaftsvorsorge und Vorsorgeuntersuchungen für Säuglinge und Kleinkinder bis zum Schuleintritt.

Opstapje

Bei Opstapje (holländ.: Schritt für Schritt) handelt es sich um ein präventives Frühförderprogramm für Familien mit Kindern ab 18 Monaten. In kleinen Schritten soll durch Anleitung der Eltern im häuslichen Kontext eine Verbesserung der Mutter – bzw. Vater-Kind-Aktion erreicht werden. Dies geschieht mit Hilfe anregender Spielmaterialien, die den Familien nach praktischer Anleitung zur Verfügung gestellt werden. Die dadurch angeregten Spiel- und Lernerfahrungen sollen die kognitive, motorische, sozio-emotionale und sprachliche Entwicklung des Kindes fördern.

Pekip

Pekip – das Prager Eltern Kind Programm stellt ein situa­tionsorientiertes Konzept der Familienbildung dar, welches Eltern bei der Entwicklung ihres Kindes innerhalb des ersten Lebensjahres begleitet.

Rendsburger Elterntraining

Das Rendsburger Elterntraining ist ein sehr niederschwelliges Programm zur Erlangung von Erziehungskompetenz, welches bei Eltern kein Problembewusstsein voraussetzt. Es wurde ursprünglich als Erziehungshilfe für verhaltensauffällige Kinder und deren Eltern entwickelt, welche sich in einer Maßnahme zur ambulanten Erziehungshilfe befinden.
Es soll Eltern „Handwerkszeug“ für den Erziehungsalltag geben, das sie situationsabhängig einsetzen können. Dies geschieht mit Elementen aus Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie, Kommunikationstheorie und Konfliktlösung.

Rucksack

Das Elternbildungs- und Sprachförderprogramm Rucksack dient neben einer Sprachförderung von Muttersprache und Zweitsprache, einer allgemeinen Förderung der kindlichen Entwicklung von vier bis sechsjährigen Kindern aus Familien mit Zuwanderungsgeschichte. Durch Einbeziehung der Mütter in die frühkindliche Förderung bei gleichzeitiger Berücksichtigung der elterlichen Sozialisation und spezifischer Erziehungsvorstellungen, soll wesentlichen Risikofaktoren bei der (Sprach-) Entwicklung der Kinder entgegengewirkt werden.

Schutzengel e.V. –
Primärprävention im sozialen Brennpunkt

Schutzengel e.V. ist ein Zusammenschluss verschiedener lokaler Institutionen des Stadtteils Flensburg-Nord mit dem Ziel primärpräventive Hilfestrukturen für junge Familien zu stärken, zu verbessern oder auch neu zu entwickeln. Den Familien soll so frühzeitig Hilfestellung gegeben werden, um Schäden und Behinderungen körperlicher und seelischer Art bei Kindern zu verhindern.
Die Schwerpunkte des Projekts sind die Bereiche Prävention von Gesundheitsschädigungen durch soziale Ausgrenzung und Armut, Verbesserung der Gesundheit von Familien und Vernetzung von familienrelevanten Akteuren im Stadtteil.

SoFrüh!

Bei dem Projekt SoFrüh! der Stadt Herne handelt es sich um ein „soziales Frühwarnsystem“ zur Erkennung und Bearbeitung von Verhaltensauffälligkeiten von Kindern im Vorschulalter. Es soll dazu beitragen, häufig auftretende Verhaltensauffälligkeiten wie: Aggressivität, Unruhe, Angst und Kontaktschwierigkeiten möglichst frühzeitig wahrzunehmen und darauf angemessen zu reagieren, bzw. entsprechende Hilfen einzuleiten, welche die Kinder und ihre Familien bei der Bewältigung unterstützen.

Soziale Frühwarnsysteme –
Frühe Hilfen für
Kinder und Familien

Ein soziales Frühwarnsystem auf kommunaler Ebene (im Sozialraum) bezieht sich auf die Wahrnehmung, Sammlung, Auswertung und Weiterleitung von Informationen über bereits erkennbare Risiken in der Entwicklung von Kindern und/oder Jugendlichen in einem so frühen Stadium, dass eine Planung bzw. Realisierung von Unterstützungs- und Hilfsangeboten zur positiven Beeinflussung von Entwicklungsprozessen möglich wird und Erfolg versprechend erscheint (Wahrnehmen, Warnen, Handeln).
Voraussetzung der Bereitstellung von wirkungsvollen Hilfen ist in aller Regel eine interdisziplinär abgestimmte, verbindliche (durch Kontrakte abgesicherte), in sich geschlossene Reaktionskette unterschiedlicher Leistungsträger der Kinder- und Jugendhilfe, des Gesundheitswesen, des Bildungswesens etc.
Unterhalb von einrichtungsübergreifend vereinbarten Schwellenwerten werden diese Hilfen von der wahrnehmenden Stelle (Einrichtung) selbst angeboten. Werden diese Schwellenwerte überschritten, treten die Kooperationspartner (Kontraktpartner) verlässlich in den Hilfeprozess ein.
Ein soziales Frühwarnsystem ist ein zentraler Baustein in einem Netzwerk interdisziplinär angelegter früher Hilfen für Kinder/Jugendliche und Familien. Im Vorfeld manifester und belegbarer Kindeswohlgefährdungen setzen sie vor allem auf die Kooperation mit den betroffenen Familien und suchen deren aktive Mitarbeit (Freiwilligkeitsprinzip).

Starke Eltern –
Starke Kinder

Der Elternkurs des Deutschen Kinderschutzbundes versucht präventiv psychischer und physischer Gewalt in der Familie zu begegnen. Eltern sollen erfahren wie sie ihre Rolle als Erziehende wahrnehmen können und dabei ein unterstützendes, entwicklungsförderndes Klima von Zuwendung und Achtung aufbauen, ohne auf körperliche Bestrafung, seelische Verletzung oder andere entwürdigende Erziehungsmaßnahmen zurückzugreifen.

Steps

Steps stellt ein Vernetzungsprojekt der gesundheitlichen und sozialen Versorgungseinrichtungen der Stadt Herford dar. Durch die Verknüpfung medizinischer und sozialer Hilfen sollen jungen Eltern, die herkömmliche Unterstützungsangebote nicht ausreichend in Anspruch nehmen, niederschwellig aufeinander aufbauende und ineinander greifende Hilfen angeboten werden. Das Angebot zielt vorrangig auf schwangere Frauen in riskanten gesundheitlichen oder sozialen Lebenslagen wie minderjährige Schwangere, Frauen mit schnell aufeinander folgenden Geburten aus belasteten Familien, Schwangere und junge Mütter mit Gewalterfahrung, Schwangere mit Zuwanderungshintergrund und Hemmschwellen zum Gesundheitswesen, psychisch labile oder kranke Schwangere, alkoholabhängige und/oder drogenabhängige Schwangere. Diese Zielgruppen sollen möglichst frühzeitig schon während der Schwangerschaft oder spätestens nach der Geburt erreicht werden.

Sure Start

Das Sure Start-Programm – 1998 von der britischen Regierung ins Leben gerufen – soll durch eine frühestmögliche, umfassende Unterstützung von Kindern und Eltern dafür sorgen, dass individuelle kindliche Entwicklungspotenziale gefördert werden und so langfristig eine Senkung der Ausgaben für Sozialhilfe, Jugenddelinquenz und Gesundheitswesen erreicht werden kann.

Triple P

Triple P – Positive Parenting Program – ist ein Programm zur Unterstützung der elterlichen Erziehungskompetenz.
In einem mehrstufigem Modell werden Eltern Anregungen zum Umgang mit schwierigen Erziehungssituationen gegeben, die den Aufbau einer positiven Beziehung zum Kind fördern sollen. Die Ansätze und Methoden von Triple P basieren in erster Linie auf der modernen Verhaltenstherapie und stellen die Interaktion bzw. die Kommunikation zwischen Eltern und Kind in den Mittelpunkt der Intervention.

Weitere Materialien zur Handreichung

Kapitel 1 Zielsetzung und Praxis der Familienzentren in Nordrhein-Westfalen
(vgl. Wege zum Familienzentrum Nordrhein-Westfalen. Eine Handreichung. S. 7ff.)

  • Kurzdarstellung der sechs Best-Practice-Einrichtungen
  • Preisträger Innovationspreis Familienzentrum NRW 2007
  • Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen: Das Gütesiegel Familienzentrum NRW. Zertifizierung der Piloteinrichtungen, Düsseldorf 2007 — Veröffentlichungsnummer 1041 (Gütesiegelbroschüre)

 
Kapitel 2.2 Sicherung des Sozialraumbezuges
(vgl. Wege zum Familienzentrum Nordrhein-Westfalen. Eine Handreichung. S. 33ff.)

 
Kapitel 2.3 Kooperation und Organisation
(vgl. Wege zum Familienzentrum Nordrhein-Westfalen. Eine Handreichung. S. 39ff.)

  • Kooperationsverträge (siehe Kapitel 2.2)


Kapitel 3.1 Beratung und Unterstützung von Kindern und Familien
(vgl. Wege zum Familienzentrum Nordrhein-Westfalen. Eine Handreichung. S. 54ff.)

 
Kapitel 3.2 Familienbildung und Erziehungspartnerschaft
(vgl. Wege zum Familienzentrum Nordrhein-Westfalen. Eine Handreichung. S. 57ff.)

  • "Nah dran" — Familienbildung in Familienzentren. Eine Arbeitshilfe der Landesarbeitsgemeinschaften der Familienbildung (vgl. dazu www.familienbildung-in-nrw.de)
  • Informationen zum Rucksack-Projekt der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien finden sich unter www.raa.de.
  • 12 Prinzipien für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Erzieherinnen und Eltern
  • Die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienbildung in Nordrhein-Westfalen bietet auf www.familienbildung-in-nrw.de die Möglichkeit, nach einer Bildungseinrichtung zu suchen, Informationen zu relevanten Gesetzen und Verordnungen und zahlreiche Materialien, darunter auch die Arbeitshilfe "Familienbildung kooperiert" mit zahlreichen praxisnahen Instrumenten und Checklisten.

 
Kapitel 3.3 Kindertagespflege
(vgl. Wege zum Familienzentrum Nordrhein-Westfalen. Eine Handreichung. S. 62ff.)

  • Das Onlinehandbuch www.handbuch-kindertagespflege.de des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend informiert umfassend über alle Aspekte der Kindertagespflege "Kooperationen zwischen Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege. Handlungsempfehlungen für Politik, Träger und Einrichtungen" ist der Titel einer Arbeitshilfe der Bertelsmann-Stiftung, die Sie unter www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_19434_2.pdf finden.
  • Der Bundesverband für Kindertagesbetreuung in Tagespflege e.V. stellt sich unter www.tagesmuetter-bundesverband.de vor.
  • Ergebnisse des Modellprojekts TaKKT (Tagespflege in Kooperation mit Kindertageseinrichtungen) aus Mainz werden unter www.ikj-mainz.de beschrieben. Hier finden sich sehr konkrete und praxisnahe Anregungen für den Aufbau einer funktionierenden Kooperation.

 
Kapitel 3.4 Vereinbarkeit von Familie und Beruf
(vgl. Wege zum Familienzentrum Nordrhein-Westfalen. Eine Handreichung. S. 68ff.)

  • Elternfragebögen (siehe Kapitel 2.2)
  • Das Projekt "Kinder früher fördern" der Bertelsmann-Stiftung hat Handlungsempfehlungen für die Aufnahme unter Dreijähriger in Kindertageseinrichtungen entwickelt. In einer umfangreichen Checkliste werden viele Aspekte angesprochen, die bereits im Planungsstadium von großer Relevanz sind: www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_16338_2.pdf
  • Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) hat im Rahmen des Projekts "Familienunterstützende Betreuungsangebote" zwei Projekthefte herausgebracht, die auf der Seite cgi.dji.de/cgi-bin/projekte/output.php?projekt=42 zum Download bereitstehen, aber auch kostenlos als Printversion bezogen werden können. Hier werden verschiedenste flexible Betreuungsformen ebenso vorgestellt wie grundsätzliche fachliche Überlegungen zur Veränderung der Angebotsstruktur von Kindertageseinrichtungen.
  • Das Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Essen stellt auf der Seite www.flexiblekinderbetreuung.de unter anderem zahlreiche Praxisbeispiele für eine gelingende Flexibilisierung des Betreuungsangebots für Familien vor.